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Router flashen

Bild: Freifunk München Logo

Haben wir einen Router bei einem Händler erstanden, müssen wir für den Betrieb als Freifunk Router zu erst einmal das Betriebssystem des Routers austauschen, sprich flashen.

Am besten informiert man sich auf der Firmwareseite von Freifunk München oder im Chat/Mattermost welche Routermodelle zur Zeit am besten unterstützt werden. Denn nicht alle Modelle sind tauglich und bei einigen hängt dies sogar an der Version die aktuell verkauft wird. Also besser vor dem Kauf kurz informieren und ggf. nachfragen, ob das Objekt der Begierde auch wirklich unterstützt wird. Im Zweifelsfall ist man immer auf der sicheren Seite, wenn man zu einem der Treffen kommt um dort einen passenden Router käuflich zu erwerben.

AUSWAHL ROUTERMODELL - ANLEITUNG ZUM FLASHEN/FIRMWAREUPGRADE
Obwohl sich grundsätzlich das Aufspielen einer neuen Firmware auf einen WLAN-Router/Accesspoint nicht all zu groß unterscheidet, gibt es doch bei dem ein oder anderen Hersteller doch sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Für die gängigsten Routermodelle finden sich nachfolgend entsprechende hilfreiche Informationen und Schritt für Schrittanleitungen:

AVM Fritzbox-Modelle
Bild: Freifunk München Logo GL.iNet GL-AR150
Bild: Freifunk München Logo GL.iNet GL-MT300N
Bild: Freifunk München Logo Netgear EX6150v2
Bild: Freifunk München Logo Netgear R6120
Bild: Freifunk München Logo TP-Link TL-WR940N(EU)
Ubiquiti UniFi® AC-Mesh/UAP-AC-M

Zunächst einmal muss neben der genauen Modellbezeichnung auch die vorhandene Version ermittelt werden. Diese Angaben finden sich so gut wie immer auf dem Typenschild auf der Rückseite des Gerätes.

Im nachfolgend gezeigten Beispiel ist diese der Router-Typ TL-WR940N(EU) in der Hardware-Version 6.1 - beide Daten finden sich auf dem Typenschild überhalb der Seriennummer.

Bild: Photo eines Typenschilds eines Freifunk tauglichen Routers TP-Link TL-WR940N Version 6

Anleitungen für andere Modelle findest Du unten bei den Links.

Hier kannst du die entsprechende Freifunk München Firmware herunterladen.

  • Für eine Erstinstallation benötigst du eine Firmware aus dem Ordner factory.
  • Für eine Aktualisierung eines bestehenden Freifunk Routers oder wenn die Originalfirmware bereits auf OpenWRT basiert benötigst du eine Firmware aus dem Ordner sysupgrade.

Auf der Firmeware-Homepage des Freifunk Projektes München findet man im Ordner stable und dem Unterordner factory - schließlich wollen wir den derzeit aktuellen stabilen Releasekandidaten für die Erstbetankung unseres Routers - für alle unterstützen Routermodelle eine passende Firmware.

In unserem Falle laden wir uns von dieser Webseite für unseren Router TP-Link TL-WR940N Version 6 die zugehörig passende Datei gluon-ffmuc-v2019.0.4-tp-link-tl-wr940n-v6.bin - je nachdem welche aktuelle Firmware gerade up2date ist, ändert sich ggf. der zugehörige Dateiname. In unserem gezeigten Beispiel1) ist die v19.0.4.

 # wget https://firmware.ffmuc.net/stable/factory/gluon-ffmuc-v2019.0.4-tp-link-tl-wr940n-v6.bin

O.K., dass das Steckernetzteil angesteckt werden muss, ist vermutlich jedem klar. Mit einem LAN-Kabel, angesteckt an einem der gelben Netzwerkbuchsen, verbinden wir nun unseren Router direkt mit unserem Rechner.
Bild: Rückseite eines Freifunkrouters mit Ansicht der Ports und Taster
Wichtig ist dabei, dass das Kabel 1x direkt am Router steckt und 1x direkt am Rechner, von dem wir die Konfiguration aus vornehmen wollen, also keinen Netzwerkport aus dem (heimischen) Intranet-Switch oder an einem Einwahlrouter des Netzbetreibers! Im Intranet hat man in aller Regel einen DHCP-Server oder -Daemon am Laufen, der entsprechende Clients mit einer IP-Adresse versorgen wird. Unser Freifunk-Router hat auch einen entsprechenden Daemon am Laufen, der dafür sorgt, dass der angeschlossene Rechner eine IP-Adresse aus dem Netz 192.168.0.0/24 bekommt. In der Konstellation wird es sicherlich zu Überschneidungen bei der Adressvergabe kommen, da diese beiden DHCP-Daemon sich nicht untereinander absprechen, wer denn nun der „richtige und zuständige“ ist!

Nun ist es an der Zeit den Router einzuschalten. Nach ungefähr 2 Minuten hat sich der Router erst initialisiert und unserem Rechner per DHCP eine Adresse aus dem Netz 192.168.0.0/24 zugewiesen. Erkennbar ist dies am langsamen blinken der System-LED. Also nicht zu ungeduldig werden. Der Rechner wir meist eine Systemnachricht ausgeben, dass er nun mit einem Netzwerk neu verbunden ist und eine IP-Adresse aus dem Netz 192.168.0.0/24 bezogen hat. Alternativ kann man auch je nach verwendetem Betriebssystem nachfragen, welche IP-Adressen bezogen wurden. Unter Linux ist das entweder ifconfig oder ip addr unter Windows kann ipconfig entsprechende Erfolge anzeigen.

In der Adresszeile unseres Standard-Browsers rufen wir nun die Adresse http://192.168.0.1 auf. Es erscheint eine Anmeldemaske, die nach Benutzername und Passwort frägt.

Bild: Anmeldemaske des Original WEB-GUI zur Administration eines tp-link Routers

Hier gibst Du als Benutzername admin und als Passwort ebenfalls admin ein.

Bild: Original WEB-GUI zur Administration eines tp-link Routers nach erfolgreicher Anmeldung

Auf der linken Seite im Menü wählen wir nun den Menüpunkt [ System Tools ] aus.

Bild: Original WEB-GUI zur Administration eines tp-link Routers nach erfolgreicher Anmeldung

In dem nun aufklappenden Untermenü klicken wir auf den Menüpunkt [ Firmware Upgrade ].

Bild: Original WEB-GUI zur Administration eines tp-link Routers nach erfolgreicher Anmeldung

Hier wählen wir dann über die Schaltfläche [ Durchsuchen … ] unsere zuvor heruntergeladenen Freifunk-Firmwaredatei gluon-ffmuc-v2019.0.4-tp-link-tl-wr940n-v6.bin aus und klicken auf die Schaltfläche [ Upgrade ].

Bild: Original WEB-GUI zur Administration eines tp-link Routers nach erfolgreicher Anmeldung

Die nun erscheinende Sicherheitsabfrage Are you sure to upgrade the firmware? bestätigen wir mit einem Klick auf die Schaltfläche [ OK ].

Bild: Original WEB-GUI zur Administration eines tp-link Routers Sichjerheitsbafrage beim Firmwareupdate

Auf dem Router wird nun die Originalfirmware durchj unsere gewählte Freifunk-Firmware ausgetauscht.

Bild: Original WEB-GUI zur Administration eines tp-link Routers Update der Firmware

Zum Schluss führt der Router nach erfolgreichem Update der Firmware noch einen Neustart durch.

Bild: Original WEB-GUI zur Administration eines tp-link Routers Hinweis zum Neustart nach erfolgtem Firmwareupdate

Nach ungefähr 2 Minuten ist der Router mit dem initialen Bootvorgang fertig und hat unserem Rechner per DHCP eine Adresse aus dem Netz 192.168.1.0/24 zugewiesen. Erkennbar ist dies am langsamen blinken der System-LED. Also nicht zu ungeduldig werden. Der Rechner wir meist eine Systemnachricht ausgeben, dass er nun mit einem Netzwerk neu verbunden ist und eine IP-Adresse aus dem Netz 192.168.1.0/24 bezogen hat. Alternativ kann man auch je nach verwendetem Betriebssystem nachfragen, welche IP-Adressen bezogen wurden. Unter Linux ist das entweder ifconfig oder ip addr unter Windows kann ipconfig entsprechende Erfolge anzeigen.

Damit der neue Freifunk-Router jetzt im Freifunk Netz funktionieren kann, muss dieser natürlich noch entsprechend konfiguriert werden. Im Kapitel Router-Grundkonfiguration mit Hilfe der WEB-GUI sind die weiteren Schritte bis zur Inbetriebnahme des Routers detailliert beschrieben.


1)
aktueller Releasekandidat Anfang Juni 2019
  • knb/flash.txt
  • Zuletzt geändert: 2019/09/25 20:36
  • von Django