Liquid-Feedback

Aus Freifunk München
Wechseln zu: Navigation, Suche

Freifunk München verwendet für wichtige Entscheidungen LiquidFeedback (lqfb).

Erreichbar ist das System unter der Adresse: https://lqfb.freifunk-muenchen.de.

Account[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie man einen Account bekommt wird von den Teilnehmern im System selbst bestimmt. Die aktuelle Regelung findet ihr bei https://lqfb.freifunk-muenchen.de/lf/initiative/show/10.html. Folgende Kriterien wurden dort festgelegt:

  • Man muss ein Freifunk-Aktivist sein. Eine konkrete Begriffsdefinition für Freifunk-Aktivist wurde nicht festgelegt, jedoch wurden dafür zwei Kriterien definiert:
    • Man muss nachweisbar eine reale Person.
    • Man muss einen Freifunk-München Knoten betreiben.
  • Die Account-Beantragung kann nur bei einem der Freifunk-München-Treffen persönlich stattfinden.

Durch die persönliche Beantragung ist der Nachweis der realen Person erbracht. Nachweiskriterien oder ein Nachweisverfahren, dass ein Knoten betrieben wird, sind nicht definiert. Ebenfalls ist keine Konsequenz definiert, wenn zwar zum Antragszeitpunkt ein Knoten betrieben wurde, nicht aber danach. Der Antragsteller kann anonym bleiben. (Interpretation von karls, 26.7.2016, Abweichungen bitte mit Quellenangabe korrigieren)

Nach persönlicher Beantragung kann ein Account mittels eines individuellem Invite-Codes angelegt werden.

Abstimmungsmethode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

lqfb verwendet die Schulze-Methode (Deutscher Wikipediartikel, welcher für den Einstieg nicht unbedingt geeignet ist) für Abstimmungen. Die Schulze-Methode kommt aus der Familie der Vorzugswahlen.

Die Schulze-Methode funktioniert, indem Kandidaten in einer Präferenzreihenfolge aufgestellt werden. Bei der Stimmauszählung werden dann alle Kandidaten gegeneinander ausgespielt. Dies geschieht anhand der Rangfolgen auf den Stimmzetteln. Der Wikipedia Artikel listet hierbei einige Veranschaulichungen. Die Schulze-Methode erfüllt diverse Qualitätskriterien der Sozialwahltheorie.

Einer der Vorteile dieses Wahlverfahrens ist, dass es das Problem ähnlicher Kandidaten löst. Man stelle sich eine hypothetische Wahl zwischen 3 Kandidaten vor. Kandidat A und B gehören zu Partei a. Kandidat C gehört zu Partei b. Innerhalb der Wähler verschreiben sich 60% der Gesinnung von Partei a. Diese 60% teilen sich aber auf die beiden Kandidaten A (35%) und B (25%) auf. Der Rest der Wähler folgt der Gesinnung von Partei b und wählt somit Kandidat C.

In einem einfachen Wahlverfahren, bei dem man für einen Kandidaten stimmt, würde das folgendes Ergebnis hervorrufen: 1. Kandidat C (40%) 2. Kandidat A (35%) 3. Kandidat B (25%) Der Kandidat von der eigentlich weniger gewollten Partei b gewinnt somit.

Die Schulze-Methode löst dieses Paradoxon in einem einzigen Wahlgang. Wähler von Kandidat A können Kandidat B darin als 2. Präferenz eintragen, Kandidat-B-Wähler wiederum Kandidat A als 2. Präferenz. Insgesamt besiegen die Stimmzettel der Kandidaten von Partei a somit den Kandidaten C. Der Sieger wird in der Gegenüberstellung von Kandidat A und Kandidat B ermittelt. Da Kandidat A öfter über B gewinnt, als Kandidat B über A, gewinnt Kandidat A die Wahl. Und dies ist der führende Kandidat von der populäreren Partei a.

Unterschiede in lqfb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

lqfb verwendet zwar zur endgültigen Stimmenauszählung die Schulze-Methode, zusätzlich gibt es jedoch die Möglichkeit, Kandidaten (Initiativen) von der endgültigen Stimmenauszählung fernzuhalten. Die geschieht, wenn mehr Wähler einen Vorschlag in die Ablehnungsbox gepackt haben, als in die Zustimmungsbox. Für die Stimmenauszählung der zugelassenen Kandidaten wiederum ist dann nur die Reihenfolge der Kandidaten auf einem Stimmzettel wichtig.

Externe Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]