Router

Aus Freifunk München
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po-Router oder Netzwerkrouter sind Netzwerkgeräte, die Netzwerkpakete zwischen mehreren Rechnernetzen weiterleiten können. Für die Kopplung von Heimnetzwerken ans Internet ausgelegte Router spricht man auch von Internetrouter. Ein Freifunk-Router ist ein Internetrouter, der mit einer eigenen Freifunk-Firmware arbeitet. Er stellt keine Verbindung zum Heimnetzwerk her sondern verbindet direkt mit der Freifunk-Infrastruktur.

Die Router bilden die Basis für das Freifunk Mesh Netzwerk. Die Modellwahl orientierte sich am Einsatzzweck. Diese Seite soll einen Überblick über die derzeit verfügbaren populären Modelle liefern.

Für Freifunk werden normalerweise WLAN-Router verwendet, die über ihre Funknetze auf der ssid muenchen.freifunk.net mit den Freifunk-Clients kommunizieren und über die ssid mesh-ffmuc untereinander. WLANs können Hardware-abhängig auf den Frequenzen 2,4GHz oder 5GHz ausgestrahlt werden. Freifunk-Router können auch untereinander verkabelt werden.

Technische Details (verwendeter Prozessor, Speichergröße etc.) für (auch) von Freifunk verwendete Router findet sind bei https://wiki.openwrt.org/toh/start; die Firmware von Freifunk-Routern basiert auf openwrt.

Im Artikel typische Freifunk Setups werden einige Situationen dargestellt, wann welche Router verbaut werden.

TP-Link[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die chinesische Firma TP-Link ist Hersteller von Netzwerkprodukten für den Privatbereich sowie kleine und mittlere Unternehmen.

Eine Sichtung der Nodelist und der in der Knotenkarte veröffentlichten Statistiken (Stand 5.7.2016) ergab, dass ca. 88% aller von Freifunk München betriebene Router von der Firma TP-Link sind.

TP-Link TL-WR841N/ND[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TP-Link TL WR841ND Schachtelaufkleber, Hardware-Versionsnummer eingekreist
Dies ist das Einsteigermodell, das vorkonfiguriert auf den Treffen angeboten wird. - Dieses Einsteigermodell ist für den Heimgebrauch geeignet, wenn man keine Aufbauten mit umfangreichen Meshings benötigt. Das Gerät ist manchmal schon überfordert, wenn es neben fastd (= Anschluss ans eigene Internet-Modem) noch mit weiteren Geräten meshen soll, die ihrerseits einen fastd laufen haben (Stand Juni 2017). Keine Probleme gibt es i.d.R., wenn das Gerät nur als eine Art schlaue Antenne verwendet wird, fastd dort nicht läuft und Mesh-Verbindungen mit mehreren anderen Geräte aufgebaut werden.

Bei Modell TL-WR841N ist die Antenne fest verbaut, bei Modell TL-WR841ND ist die Antenne abschraubbar (D steht für detachable antenna) und man kann eine eigene Antennenlösung bauen.

Die Modelle kosten ladenabhängig zwischen ca. 15.- und 25.-, wobei das Modell 841N billiger ist. Beim Kauf muss auf die Hardware-Version des Modells geachtet werden: Für die neuesten Versionen gibt es evtl. noch keine oder nur eine sehr frühe experimentelle Freifunk-Firmware. Die Hardware-Version findet sich sowohl auf einem Aufkleber auf der Schachtel (Bild rechts) als auch auf einem Aufkleber auf der Unterseite des Geräts (s. z.B. bei der bebilderten Erklärung zum Router flashen). Beachte: Nicht jeder Verkäufer kann etwas mit dieser Versionsnummer anfangen. Bei der Bestellung der Geräte gibt es auch für den Händler keine Möglichkeit, eine Hardware-Version anzugeben.

Zwar handelt es sich um ein Indoor-Modell. Als Bastler kann man das Gerät aber auch Outdoor-fähig umbauen.

Anteil bei Freifunk München (Stand 5.7.2016) : ca. 65%

Maximale Anzahl Clients (Erfahrungswert): 10 bis 15

Das mitgelieferte Billig-Stecker-Netzteil 9V/0.6A pfeift bei stärkerer Last - zumindest bei neueren Routern der Version v10 und v11 (wen wunderts bei dem Preis?). Sollte das stören, kann das Netzteil durch ein besseres ersetzt werden, z.B. 9V/1.0A. Der Router kommt aber auch problemlos mit 12V-Netzteilen zurecht, die weiter verbreitet sind. Wie auf dem Typschild des Original-Steckernetzteils erkennbar, ist der Ring des tonnenförmigen Steckers der Minus-Pol (GND), die Bohrung liefert Plus. Das muss beim Ersatz-Netzteil auch so sein.

Verbrauch/Kosten: Ausgerechnet mit 9 V, 06 A Adapter; 21,22 ct/kWh (SWM, Ökostrom 21.6.2017); 24 Std online; 30 Tage: € 0,825

TP-Link TL-WR1043N/ND[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dies ist der große Bruder des Einsteigermodells TP-Link TL-WR841N/ND.

Dieses Gerät ist deutlich leistungsfähiger als der TP-Link TL-WR841N/ND. Es eignet sich auch für Betriebe, in denen ein Kunden-WLAN angeboten wird, ggf. zusammen mit einem TP-Link TL-WR841N/ND, um die Reichweite zu vergrößern. Siehe hierzu typische Freifunk Setups.

Anteil bei Freifunk München (Stand 5.7.2016) : ca. 12%

Maximale Anzahl Clients (Erfahrungswert): > 45


TP-Link CPE210[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der CPE210 ist ein relativ günstiger Outdoor-Router mit strahlförmiger Abstrahlcharakteristik und hoher Reichweite. Er ist für eine Mastmontage ausgelegt. Der Router hat einen Erdungsanschluss (Blitzschutz), was häufig eine Auflage für die Anbringung an öffentlichen Gebäuden ist. Das PoE-Netzteil hat einen Reset-Knopf, womit der Router aus der Ferne neu gestartet (oder in den Konfigurationsmodus versetzt) werden kann.

Am Router ist eine zweite Netzwerkbuchse mit PoE-Passthrough [1], d. h. es kann beispielsweise eine IP-Kamera angeschlossen werden.

Es gibt folgende Modellbezeichnungen, die sich in der Hardware nicht unterscheiden:

  • CPE210 rev 1.0
  • CPE210 rev 1.1 (seit Ende 2015 im Handel)
  • CPE210(EU) rev 1.1 (seit Ende 2016 im Handel)

Die jüngste Modellbezeichnung wird von der Münchner Firmware 2016.0 noch nicht unterstützt (Stand Januar 2017). Bei der Installation der Firmware kommt eine Fehlermeldung, dass die Hardware-Version nicht unterstützt werde. Hintergrund: Die Freifunk-Firmware enthält eine Liste der unterstützten Gerätebezeichnungen, und da fehlt die EU-Variante noch (Details siehe Gluon Bug 975). Ein Flashen per TFTP war mir nicht möglich, das Gerät scheint keinen Recovery-Modus zu besitzen. Da sich die Hardware jedoch nicht verändert hat, kann die Münchner Firmware trotzdem über Umwege installiert werden:

  1. Ein aktuelles OpenWRT aufspielen, das die neue Modellbezeichnung bereits unterstützt (ich habe in [2] eine inoffizielle Version gefunden, Download unter https://www.sendspace.com/file/qodzx8 – offizielle Versionen wären zu bevorzugen!).
  2. Nach dem Update und Neustart des Routers befindet sich das Gerät im Konfigurationsmodus und erlaubt Zugriff über SSH (Benutzer: root, kein Kennwort).
  3. Freifunk-Firmware downloaden. Weil bereits OpenWRT installiert ist, benötigen wir die Firmware für eine Aktualisierung [3] und nicht die Firmware für eine Erstinstallation.
  4. Freifunk-Firmware auf den Router kopieren: scp ~/Downloads/gluon-ffmuc-v2016.0-tp-link-cpe210-v1.1-sysupgrade.bin root@192.168.1.1:/tmp/
  5. Per ssh root@192.168.1.1 kann man sich mit dem Router verbinden.
    • Der Befehl sysupgrade -v /tmp/gluon-ffmuc-v2016.0-tp-link-cpe210-v1.1-sysupgrade.bin wird ebenfalls eine Fehlermeldung wegen nicht unterstützter Hardwareversion ausgeben.
    • Mit vi /lib/upgrade/platform.sh kann man das Upgrade-Skript bearbeiten und an der Stelle mit der Fehlermeldung exit 1 gegen exit 0 ersetzen.
    • Anmkerung vom 24.6.17: Eine exit-Anweisung gibt's im ganzen Script nicht. Gemeint ist stattdessen vermutlich ein return. Jedenfalls konnte das Sysupgrade durchgeführt werden, nachdem ich in der Zeile 98 aus dem "return 0" ein "return 1" gemacht hatte. Auf die Zeile kommt man über die die Suche nach dem ausgegebenen Fehler-String.
    • Anschließend funktioniert sysupgrade -v /tmp/gluon-ffmuc-v2016.0-tp-link-cpe210-v1.1-sysupgrade.bin und der Router startet neu mit der Münchner Freifunk-Firmware.

Ubiquiti[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ubiquiti Networks ist ein amerikanischer Hersteller von Netzwerkkomponenten.

Eine Sichtung der Nodelist und der in der Knotenkarte veröffentlichten Statistiken (Stand 5.7.2016) ergab, dass ca. 9% aller Freifunk-Router im Segment München von der Firma Ubiquiti Networks sind.

Nanostation / Nanostation Loco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ubiquiti Nanostation loco M2 ist ein Outdoor-fähiges Gerät mit strahlförmiger Abstrahlcharakteristik und hoher Reichweite. Es ist für eine Mastmontage ausgelegt.

Anteil von Ubiquiti Nanostation M und M XW bei Freifunk München (Stand 5.7.2016) : ca. 7%

Maximale Anzahl Clients (Erfahrungswert für M2): ca. 55

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]