Troubleshooting

Aus Freifunk München
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Dieser Artikel befasst sich mit dem Troubleshooting aus Sicht des Endanwenders bzw. Router-Aufstellers. Für Probleme mit dem Gateway gibt es den Artikel Gateway-Debugging, der sich an Gateway-Spezialisten wendet.

Troubleshooting ist die systematische Suche nach Ursachen für Fehler nach dem Ausschlussprinzip und deren Behebung. Das klassische Vorgehen besteht darin, dass man die Symptome feststellt, die der Fehler verursacht. Symptome sind Abweichungen eines erwarteten Verhaltens vom gemessenen Verhalten. In einem zweiten Schritt wird eine konkrete These formuliert, weshalb der Fehler aufgetreten ist. Im dritten Schritt wird diese These bewiesen oder widerlegt. Wird sie widerlegt, so kann mit den bei der Fehlersuche gewonnenen Erkenntnissen eine neue These formuliert werden. Die Tiefe der Fehlersuche bis zur Beseitigung ist kompetenzabhängig, d.h., nötigenfalls ist ein Experte hinzu zu ziehen, wenn man für die gefundenen Symptome keine Erklärung mehr findet.

In diesem Beitrag werden Freifunk-spezifische Probeme dargestellt. Wo nur symptomatische Behandlungen dargestellt sind, fehlt eine fundierte Begründung der Ursachen mit einer konkreten Lösung, die nur ein Experte liefern kann.

Freifunk-Router funktionert nicht am Gastzugang bei Fritzbox[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Ein geflashter, konfigurierter und über WAN-Port angeschlossener Freifunk-Router an LAN 4 einer Fritzbox 7390/7490 funktioniert unter Umständen nicht, wenn der Gastzugang aktiviert wurde.

Gründe[Bearbeiten]

Die Fritzbox macht in diesem Modus Port 100xx dicht. Der Node kann nicht zu einem Gateway verbinden und bekommt somit keine Freifunk-IPv4.

Lösung[Bearbeiten]

Haken unter WLAN->Gastzugang->bei "Internetanwendungen beschränken: Nur Surfen und Mailen erlaubt" rausnehmen. Wichtig: Freifunk Router danach aus- und wieder einschalten.

Internet geht über den Freifunk-Router nicht[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Der Router hängt am eigenen Internetanschluss (also nicht nur mesh). Freifunk hat früher funktioniert, geht aber nicht (mehr). Das WLan selbst ist sichtbar.

Gründe[Bearbeiten]

So etwas passiert gelegentlich, wobei kein konkreter Grund festgemacht werden kann. Verdächtig ist, wenn der Provider Umstellungen vorgenommen hat oder wenn der eigene Anschluss kürzlich neu gestartet wurde (was normalerweise zu keinen Problemen führt). Grundsätzlich kann auch eine Störung bei Freifunk München gegeben sein, die Teile der Infrastruktur und damit i.d.R. ein ganzes Segment betreffen.

Lösung[Bearbeiten]

Man kann sich an folgendem Vorgehen orientieren, um den Fehler einzugrenzen.

Prüfung des eigenen Internetanschlusses: Damit der Freifunk-Router sich über den eigenen Internetanschluss verbinden kann, muss dieser auch funktionieren. Zunächst sollte festgestellt werden, ob man sich über den eigenen Internetanschluss direkt mit dem Internet verbinden kann.

Aus- und Einschalten des Freifunk-Routers: Manchmal (dem Verfasser ist dies bei über einem Dutzend betriebener Router nur einmal im Verlauf von ca. zwei Jahren passiert) hängt sich ein Freifunk-Router einfach auf. Router ausschalten, einige Sekunden warten, Router wieder einschalten. Bis sich nach dem Hochfahren des Freifunk-Routers das Gerät wieder verbindet und nutzen lässt, können einige Minuten vergehen.

Aus- und Einschalten des eigenen Routers: Evtl. reicht der eigene Router (z.B. die Fritzbox) auch nach einer Störung das Signal nicht an den Freifunk-Router weiter. In diesem Fall kann man versuchen, sowohl das eigene Kabel-Modem / DSL-Modem als auch den Freifunk-Router auszuschalten. Dann schaltet man das eigene Kabel- bzw. DSL-Modem wieder ein und wartet, dass es sich wieder verbindet. Dann kann man den Freifunk-Router wieder einschalten (s.o.).

Kabelverbindungen prüfen: Manchmal ist die Kabelverbindung gelockert, z.B. durch putzwütige Familienmitglieder, spielende Kinder oder Haustiere. Prüfe daher, ob das Kabel richtig sitzt und auch, ob es in der richtigen Anschlussbuchse steckt (spielende Kinder ziehen das Kabel heraus und stecken es dann in einer andere Buches wieder ein).

Kommt das Signal vom eigenen Router beim Freifunk-Router an? Evtl. ist das Kabel defekt, das den eigenen Router mit dem Freifunk-Router verbindet. Man kann entweder den Freifunk-Router abhängen und das Lan-Kabel in ein anderes Gerät stecken (z.B. eigenen PC) um zu prüfen, ob sich der PC mit dem Internet verbindet. Oder man kann das Kabel wechseln und dann den eigenen und den Freifunk-Router neu starten.

Seit wann ist der Router offline? Schaue auf der map.ffmuc.net nach, wann der Router offline gegangen ist. Evtl. ist dies schon mehrere Tage her (was auf einen Fehler im eigenen Aufbau hindeutet), evtl. nur ein paar Minuten oder Stunden (was an ffmuc liegen könnte).

Ist man alleine betroffen? Größere Fehler machen sich oft in der map.ffmuc.net bemerkbar. Wenn unverhältnismäßig viele oder alle Router in der Map als offline ("rot") angezeigt werden, kann man davon ausgehen, dass es eine größere Störung ist. Schaue in Deinem Mails nach, vielleicht hat schon jemand auf einer Mailingliste das Problem reklamiert. Schaue in den Chat, evtl. gab es dort schon Fragen.

Prüfe den Router an einem anderen Anschluss: Nimm den Router mit zu einem Freund oder einer Freundin und probiere aus, ob er dort funktioniert.

Wenn nichts mehr hilft, dann frage im Chat oder auf der Mailingliste.


Nextnode anzeigen[Bearbeiten]

Um sich anzeigen zu lassen, mit welchem Knoten man verbunden ist, kann man sich dessen Statusseite im Browser anzeigen lassen.

Dafür wird die nextnode-Adresse benutzt, die je nach Segment (ffmuc, welcome oder umland) unterschiedlich ist:

ffmuc -> http://[fdef:ffc0:4fff::1]/cgi-bin/status
welcome -> http://[fdef:ffc0:4fff:1::1]/cgi-bin/status
umland -> http://[fdef:ffc0:4fff:2::1]/cgi-bin/status

Router wird auf der Karte sporadisch als offline angezeigt[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Der Router wird für Minuten bis Stunden auf der Knotenkarte als offline angezeigt. In dieser Zeit ist er per SSH auch nicht zu erreichen. Wird der Router auf der Karte wieder angezeigt, dann sieht man an der Uptime, dass der Router nicht neu gestartet ist. Nach einem SSH-Login sieht man ebenfalls, dass der Router durchgelaufen ist. Der Router hat eine nicht all zu gute WLAN-Meshverbindung (in der Karte tendenziell rötlich) und er ist per LAN-Kabel an ein Modem mit eigener Internetverbindung angesteckt von der man ggf. verifiziert hat, dass sie auch funktioniert (z.B. angesteckter Laptop).

Praxisbeispiel hier

Möglichkeit: VPN-meshing ist nicht aktiviert[Bearbeiten]

Grund[Bearbeiten]

VPN-meshing ist nicht aktiviert. Wahrscheinlich wurde das Setzen des entsprechenden Häkchens bei der Konfiguration vergessen. Über den WLAN-Mesh kann der Router aber noch immer über einen Nachbarknoten mit der Welt sprechen. Bricht die (schlechte) Verbindung ab, dann ist der Router nicht mehr erreichbar und er wird als offline angezeigt. Da er weiter läuft, kann er über den Nachbarknoten auch wieder kommunizieren, wenn die WLAN-Meshverbindung wieder steht.

Lösung[Bearbeiten]

Das VBN-Meshing muss reaktiviert werden. Entweder geht man zum Router, versetzt ihn in den Konfigurationsmodus und setzt in der Web-Oberfläche das Häkchen bei VBN-Meshing. Oder man schaltet das VPN-Meshing per SSH ein, wenn die Verbindung gerade wieder funktioniert.

Möglichkeit: andere Gründe[Bearbeiten]

Grund[Bearbeiten]

Die Kartenanzeige hat nicht funktioniert oder der an sich einwandfrei laufende Router hat keine Daten an die Karte geschickt (warum auch immer). Eine schlechte Internetverbindung via LAN ist wenig wahrscheinlich, da zeitgleich die WLAN-Meshverbindung ausfallen müsste, damit die Symptome auftreten.

Lösung[Bearbeiten]

Zunächst ist nachzuweisen, dass das VPN-Meshing aktiv ist. In diesem Fall sollte ein SSH-Login auch dann möglich sein, wenn der Knoten als offline angezeigt wird. Dies widerspricht allerdings der Symptombeschreibung. Dann kann man einen Spezialisten konsultieren (und die gewonnenen Erkenntnisse hier hinterlegen!).

Ein Router startet häufig durch (Stand Juli 2016, Ergänzt Oktober 2017)[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Ein Router "bricht" immer wieder zusammen und startet häufig neu. Häufig bedeutet mehr als ca. viermal bis sechsmal täglich, im Extremfall mehrfach pro Stunde. Meist handelt es sich um das auf den Treffen verkaufte Gerät TP-Link WR841N. WLAN-meshing ist eingeschaltet, der Router hängt i.d.R. selbst am Internet. Ausgeschlossen wurde, dass jemand den Stecker zieht.

Sichtbar wird dies durch Lücken in der Grafik zum Traffic in Grafana (Klicke den Knoten auf der Knotenkarte an und klicke dann in eine der Grafiken, z.B. "Clients (1 Tag)", eine neue Tab übertitelt mit Grafana öffnet sich im Browser, suche nach der Grafik "traffic" und schränke ggf. den Betrachtungszeitraum auf 6 bis 24 Stunden ein).

Beachte: Seltene Abbrüche fallen den Nutzern normalerweise nicht auf. Dass auf der Knotenkarte ein Client angezeigt wird bedeutet nur, dass er verbunden ist, nicht, dass der Anwender gerade im Internet surft. Insofern sind wenige Durchstarter pro Tag (insb. zu betriebsarmen Zeiten) zwar unschön aber nicht den Betrieb gefährdend und meist tolerierbar. Bei mehreren Durchstartern pro Stunde in Umgebungen mit vielen Clients werden die Nutzer die Ausfälle jedoch bemerken.

Praxisbeispiel hier. Der Effekt wurde u.a. auch in Gauting festgestellt und mit surfen in der Knotenkarte findet man auch relativ leicht Router.

Hinweis: Dem Autor wurde mehrfach gesagt, dass dies auch ein Resultat davon ist, dass das Segment zu groß ist. Dieses Problem kann natürlich nicht Router-seitig behoben werden. Insofern sind die nachfolgenden Lösungsvorschläge oft nur Workarounds und Provisorien. (Stand Juli 2016)

Möglichkeit: Zu viele Clients[Bearbeiten]

Grund[Bearbeiten]

Ein 841-er Gerät kann i.d.R. Verbindungen zu 10 bis 15 Clients halten. Es reicht, wenn ein Client am Router eingebucht ist, der Nutzer muss nicht im Internet surfen. Werden es zeitweise mehr bzw. sind es um die 15, so kann der Router abstürzen.

Die technischen Hintergründe sind von einem Experten zu ergänzen.

Lösung[Bearbeiten]

Die symptomatische Lösung besteht darin, ein stärkeres Gerät aufzustellen.

Möglichkeit: Überlastung durch zu viele WLAN-Meshe[Bearbeiten]

Grund[Bearbeiten]

Erfahrungsgemäß hat ein 841-er-Router Probleme, wenn er mit mehr als zwei Geräten per WLAN Meshverbindungen halten soll und gleichzeitig als offloader (=VPN-Mesh eingeschaltet) arbeitet. - Ohne fastd (also nur als Repeater) kann ein 841-er 4 bis 5 WLAN-Meshverbindungen und zusätzlich 5 bis 10 Clients relativ gut aushalten (Erfahrungswert vom Fallbeispiel Olympisches Dorf München). Ebenfalls ein Erfahrungswert ist, dass (ohne fastd) 3 WLAN-Meshe und 10 bis 15 Clients zu Abstürzen alle paar Stunden führen können.

Die technischen Hintergründe sind von einem Experten zu ergänzen.

Lösung[Bearbeiten]

Die Anzahl der WLAN-Meshverbindungen muss reduziert werden. Ansätze:

  • Man kann zunächst beim betroffenen Knoten das WLAN-Mesh ausschalten und prüfen, ob damit die Symptome abklingen. Dies ist keine Option, wenn der betroffene Knoten keinen eigenen Anschluss ans Internet per VPN-Mesh hat oder der Knoten einen anderen Router per WLAN-Mesh versorgen muss.
  • Man kann das WLAN-Meshing bei benachbarten Knoten ausschalten, die das WLAN-Meshing nicht benötigen.
  • Man kann versuchen, ein schwaches 841-er Modell durch ein stärkeres Gerät zu ersetzen, z.B. einen 1043-er. Dies war im Fallbeispiel Olympisches Dorf München erfolgreich.

Die Lösungsansätze verstehen sich zum Dokumentationszeitpunkt (Juli 2016, nach wie vor Juli 2017) als Workaround bis Freifunk-seitig eine dauerhafte Abhilfe geschaffen werden kann.

Möglichkeit: Zu viel Datenverkehr auf Kanal 6[Bearbeiten]

Hinweis: Der Autor gibt hier nur das wieder, was ihm gesagt wurde, er kann das Szenario nicht kompetent beurteilen. Daher: Experten bitte Falschaussagen korrigieren und dann diesen Hinweis entfernen.

Grund[Bearbeiten]

Die WLAN-Dichte vor Ort ist sehr hoch und man hat sehr viel Datenverkehr auf dem von Freifunk-Routern genutzten Kanal 6 und benachbarten Kanälen. 6 bis 8 WLANs sind nicht zu viel. Ein Indiz kann eine dichte Bebauung sein. Der Nachweis von vielen WLANs ist durch eine Messung (z.B. mit der Android-App wifi Analyzer) möglich. Der Router ist dann sehr damit beschäftigt Datenpakete (von anderen WLAN-Routern und deren Clients) auszusortieren, die nicht für ihn bestimmt sind.

Lösung[Bearbeiten]

  • Sofern auf einem anderen Kanal weniger Datenverkehr ist, kann ein Experte erwägen, den Kanal umzustellen. Dies kann bei größeren Mesh-Netzen problematisch werden, da dann alle Router angepasst werden sollten.
  • Ein stärkeres Gerät mit mehr Rechenleistung kann in der Lage sein, die überflüssigen Datenpakete auszusortieren.
  • Der Umstieg von einem unidirektional sendenden Gerät auf ein Gerät mit Richtwirkung (z.B. Loco Nanostation) kann hilfreich sein, da dann u.U. nicht mehr alle störenden Sender empfangen werden.

Siehe hierzu auch WLAN Tuning 2,4GHz. Letztendlich wird man experimentieren müssen.

Router mesht nach einiger Zeit nicht mehr per WLAN[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Ein Router mesht per WLAN mit seinen Nachbarn. Nach einiger Zeit (Stunden) sind die WLAN-Meshe auf der Knotenkarte nicht mehr sichtbar. Evtl. fällt auch auf, dass die Anzahl der Clients auf 0 oder 1 (falls ein Gerät an einem LAN-Port des Freifunk-Routers als Client hängt) fällt, sodass der Verdacht entsteht, dass das WLAN ausgefallen ist. Ein Reboot behebt das Problem für einige Stunden.

Ein zweiter Router (egal ob Freifunk oder nicht) steht sehr nahe (< 1m) bei diesem Router, evtl. ist er am Freifunk-Router angesteckt, evtl. sendet er auch auf Kanal 6.

Praxisbeispiel hier.

Grund[Bearbeiten]

Unklar (s. Praxisbeispiel). Möglicherweise stört der sehr nahe stehende zweite Router das Signal, sodass nach einiger Zeit der Router in einem undefinierten Zustand endet, der sein WLAN behindert.

Lösung[Bearbeiten]

Im konkreten Praxisbeispiel hat geholfen, den zweiten Router außer Betrieb zu nehmen.

Evtl. hilft auch ein Kanalwechsel des zweiten Routers oder, dass man ihn weiter weg vom Freifunk-Router aufstellt. Dies wurde jedoch nicht in der Praxis getestet, sodass auch keine Entfernungsangabe gemacht werden kann. - Bitte hier ergänzen, wenn damit Erfahrungen gemacht wurden.


Bricked Router, Firmware lässt sich nicht aktualisieren[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Ein Router lässt sich über die graphische Oberfläche nicht mehr ansprechen, er funktioniert gänzlich nicht mehr oder eine Firmware, von der man weiß, dass sie kompatibel ist, wird von der Hersteller-Firmware beim versuchten Flashen mit einer Fehlermeldung abgelehnt. Letzteres kann derzeit (Anfang 2017) bei Routern TP-Link WR841 v11 passieren, wenn zwar auf der Schachtel v11 steht, auf dem Router aber 11/EU.

Grund[Bearbeiten]

Die Gründe können vielfältig sein, z.B. wurde die Firmware (wie auch immer) zerstört. Evtl. wurde auch herstellerseitig eine Firmware installiert, die (beabsichtigt oder versehentlich) den gewünschten upgrade nicht erlaubt.

Lösung[Bearbeiten]

Die Firmware kann per TFTP eingespielt werden, eine Beschreibung findet sich im Artikel Router mit TFTP flashen.


Windows-PC erlaubt keinen Zugriff auf Freifunk-Router[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

U.u. kommt es vor, dass sich ein Windows-Rechner (Problem bekannt mit windows 7 und windows 10) nicht mit einer IP6-Adresse und damit auch nicht mit einem Freifunk-Router via SSH verbinden lässt, obwohl er selbst behauptet, IP6 zu beherrschen. Das Phänomen trat in der konkreten Situation immer dann auf, wenn der PC per WLAN(!) mit dem Heimnetz(!) (in einem Fall Fritzbox, ebenfalls bei vom ISP zur Verfügung gestellten Routern) verbunden ist und dann per putty zum Freifunk-Router verbunden werden soll.

Grund[Bearbeiten]

Ein konkreter Grund konnte nicht gefunden werden. Möglicherweise liegt es an einer Windows-Einstellung, möglicherweise an einer Router-Einstellung, vielleicht an etwas ganz anderem.

Lösung[Bearbeiten]

Angeboten werden können zwei workarounds:

  • Bei einer Verbindung zwischen PC und Router per LAN-Kabel trat das Problem in der gegebenen Situation nicht auf.
  • Wenn sich der PC selbst per WLAN mit Freifunk verbindet, besteht das Problem auch nicht.

SSH-Zugriff remote nicht mehr möglich[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Der Router ist evtl. noch in der Karte sichtbar, aber ein login per ssh ist nicht möglich. Bei anderen Routern funktioniert der Login, sodass das Problem eindeutig Router-seitig liegt. Man hat vorher einige UCI-Parameter per SSH geändert.

Grund[Bearbeiten]

Evtl. hat man vorher den Router "kaputt konfiguriert". Im konkreten Fall wurden UCI-Parameter (network.client.ifname und network.wan.ifname) verändert.

Lösung[Bearbeiten]

Man benötigt physischen Zugang zum Router und startet ihn im Konfigurationsmodus. Man verkabelt ihn mit seinem PC (gelbe Buchse an PC) und greift per SSH-Client über die Adresse 192.168.1.1 zu. Dann korrigiert man die kaputten Parameter.

Dieses Vorgehen kann vermeiden, den Router mit TFTP zu flashen um ihn neu aufzusetzen.


Zyklisch verlangsamtes Internet (über Tage oder Wochen)[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Sowohl die eigene Internet-Verbindung über den ISP als auch Freifunk, der am gleichen Anschluss hängt, laufen angemessen schnell. D.h., führt man einen Speedtest vom eigenen Anschluss durch, dann werden die vertraglich zugesagten Werte i.d.R. erreicht. Über Freifunk erreicht man auch die eingestellten bzw. Geräte-üblichen Grenzen. Nach einigen Tagen oder Wochen sinkt die Geschwindigkeit sowohl beim eigenen Anschluss als auch bei Freifunk, evtl. in den Bereich von 2 MBit/sec. Noch einige Zeit (Tage bis Wochen) später normalisiert sich die Geschwindigkeit wieder, dann beginnt der Zyklus von vorne. Man hat den Effekt ungefähr im Monatstakt, evtl. auch einmal für einige Zeit nicht. Typischerweise kommt der reset (also die Rückkehr zur vertraglich vereinbarten Geschwindigkeit) immer am gleichen Tag im Monat.

Grund[Bearbeiten]

Vermutlich hat man mit seinem ISP einen Volumen-abhängigen Tarif vereinbart. Wird das Volumen erreicht, wird die Internet-Geschwindigkeit deutlich gebremst bis die Abrechnungsperiode vorbei ist. Dann wird der Volumen-Zähler zurückgesetzt, die vereinbarte Geschwindigkeit wird wieder geliefert bis das Volumen erneut überschritten wird. Evtl. gibt es auch eine fair use policy nach der Volumenüberschreitungen einen oder zwei Monate geduldet werden, ehe die Drossel eingeschaltet wird.

Bei O2 haben alle DSL-Tarife eine Volumenbeschränkung (Stand Juni 2017). Einige ältere andere Tarife anderer Provider (u.a. von der Deutschen Telekom) können ebenfalls eine Beschränkung haben.

Da Freifunk beträchtlichen Management-Datenverkehr verursacht (eine Messung im Juni 2017 ergab hochgerechnet mehr als 100 GB pro Monat, die Wahrheit liegt aber eher bei 30 GB pro Monat), sind Volumentarife mit Drosselung ab 100 GB ("Billigtarife") auf jeden Fall betroffen.

Lösung[Bearbeiten]

Gelöst werden kann das Problem nur durch die Wahl eines geeigneten Internet-Tarifs. Volumenbeschränkungen sind prinzipiell keine Option, wenn man einen Freifunk-Router aufstellen will (man weiß nie, wie viel Datenverkehr durch Nutzer verursacht wird). Allerdings ist bei einem ansonsten nicht ausufernden Nutzungsverhalten davon auszugehen, dass Tarife ab 500 GB / Monat nicht in die Volumengrenze laufen.

Sofern ein Mesh-Partner in der Nähe ist, kann man Mesh-VPN abschalten und den Datenverkehr über den Partner routen. Man kann dies ganz oder teilweise tun, teilweise, indem man fastd per cron in nutzungsarmen Zeiten abschaltet. Dies ist allerdings eine sehr provisorische Lösung.

An der Verringerung des Management-Datenverkehrs wird gearbeitet, ein konkreter Termin kann nicht genannt werden; Freifunk ist nach wie vor ein Projekt von engagierten Freiwilligen.


Router gekauft aber keine Firmware verfügbar[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

Man hat einen Router gekauft, z.B. das neueste Modell des auf der Homepage empfohlenen Routers TP-Link TL-WR841N/ND (z.B. v13) und findet dann keine Firmware, mit der man ihn flashen kann.

Grund[Bearbeiten]

Nicht jeder Router wird unterstützt, bzw. nicht jeder Router wird sofort nach seinem Erscheinen unterstützt. Es gibt eine Reihe von Routern, für die gar keine Firmware von ffmuc angeboten wird. Das liegt nicht unbedingt an ffmuc, denn die Firmware basiert auf gluon. Wenn gluon die Hardware nicht unterstützt, kann ffmuc keine Firmware anbieten. Evtl. gibt es auch nur keine stable Version der Firmware.

Lösung[Bearbeiten]

Man sollte immer zuerst prüfen, ob die Hardware bzw. Hardware-Version eines Routers unterstützt wird, und ihn erst dann kaufen. Bei Bestellungen über online-Händler lohnt es sich, vor der Bestellung beim Händler nachzufragen.

Wenn über die ffmuc-Site https://ffmuc.net/firmware/ keine stable Version angeboten wird, kann man bei http://firmware.ffmuc.net/ prüfen, ob es eine experimental Version gibt. Erfahrungsgemäß laufen diese auch nicht schlechter als die vom stable branch.

Ist auch hier keine Version verfügbar, lohnt sich ggf. eine Recherche nach der unterstützten Hardware von gluon (wo findet man die?). Unterstützt gluon ein Modell, so ist es i.d.R. eine Frage der Zeit, bis auch bei ffmuc eine Firmware angeboten wird.