Typische Freifunk Setups

Aus Freifunk München
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Hier wollen wir ein paar typische Freifunk Setups beschreiben.

Diese können als Orientierung für neue Projekte dienen.

1-Zimmer oder kleine Wohnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hardware[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Anzahl Gerät Bemerkung Preis
1 TP-Link TL-WR841N Versorgt Problemlos eine kleine Wohnung und bis zu 20 Clients. <20€

Konfigurationsbeispiel:

  • Fritzbox DSL Router (einer der LAN Ports) -> Freifunk Accesspoint (WAN Port)
  • Mit einem Freifunk AP kann man auch das private WLAN erweitern (Einzustellen im Experten Modus), das lohnt nur wenn der FF AP weit genug von der Fritzbox entfernt ist.
  • Wenn mehr als ein Freifunk AP verwendet werden soll mit Erweiterung des privaten WLANs müssen diese APs ebenfalls in die Fritzbox direkt gesteckt werden (WAN Port verwenden)
    • Der Freifunk AP mit der höchsten CPU Leistung könnte hierbei als VPN Offloader genutzt werden (bei anderen per WLAN-Mesh erreichbaren APs kann dann der Uplink deaktiviert werden)
    • Bei Benutzung der privaten WLAN Funktion sollte Mesh on WAN aus sein, da sonst die Pakete des Privaten LANs im Mesh auftauchen (Layer2). Kann unter Verwendung eines VLANs separiert werden (das muss man auf allen FF Geräten machen, aber nicht auf den eigenen Geräten)

Standorte ab 10 ständigen Clients[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei größeren Installationen ist stets folgendes zu Bedenken: Clients und Meshing kommunizieren alle auf demselben Funkkanal. Dieser Kanal ist ein shared-Medium, d.h. alle beteiligten Geräte teilen sich den Zugriff auf diesen Funkkanal. Je mehr Clients versorgt werden müssen, desto weniger gut funktioniert z.B. Meshing via Funk.

Das bevorzugte Setup für solche Installationen sollte also, je größer sie werden, Meshing via Kabel realisieren. Die Knoten, die per Funk dann die Clients versorgen, sollten sich dann entsprechend der räumlichen Gegebenheiten nicht „überlappen“. Hierzu sollte mit der Sendeleistung der Knoten bei Inbetriebnahme experimentiert werden.

Hardware[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Anzahl Gerät Bemerkung Preis
1 TP-Link TL-WR1043N/ND v2 Hat mehr Rechenleistung als ein TL-WR841 und kann somit mehr VPN Durchsatz stemmen. ~45€

Lokale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinere Räumlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Anzahl Gerät Bemerkung Preis
1 TP-Link TL-WR1043N/ND v2 Hat mehr Rechenleistung als ein TL-WR841 und kann somit mehr VPN Durchsatz stemmen. ~45€
1 TP-Link TL-WR841N Dient als Erweiterung für den WR1043Nv2. Wenn möglich per Kabel verbinden. <20€
Größere Räumlichkeiten/schlechter Empfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Anzahl Gerät Bemerkung Preis
1 TP-Link TL-WR1043N/ND v2 Wlan abgeschaltet. Mesh on Lan aktiviert. Dient nur als VPN Offloader. ~45€
2-4 TP-Link TL-WR841N Wlan Clients nutzen die 841er. Diese sind per Kabel an den 1043er angeschlossen. X*<20€

Beispielkonfiguration (Quelle)

  • Setup in einer Flüchtlingsunterkunft
  • Alle Access-Points laufen per LAN-Kabel zu einem normalen, einfachen 100-Mbits-16-Port-Switch.
  • Die beiden VPN-Offloader (Notunterkunft_Zentral_1 und 2) gehen jeweils mit einem LAN-Port da auch drauf, mit ihren WAN-Ports in Richtung Internet.
  • Die AccessPoints "GolfLounge", "Zimmer6", "kleiner Saal", "Halle", "Bar" und "Cafeteria" sind jeweils 841er. Imho laufen die bis 40, 45 Clients einigermaßen stabil
  • Mesh-over-WLAN im Experten-Modus aus
  • Mesh-over-WAN im Expertenmodus an
  • Weiteres Optimierungspotential Switchtausch von 100MBit auf 1GBit und VPN Offloader auf PC Basis
Größere Räumlichkeiten/Viele Clients/Viel Traffic[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das hier ist eigentlich kein Freifunk mehr - es gibt außer am Offloader vom VPN kein Mesh mehr. Da es kein Mesh gibt ist aber auf der Leitung und in der Luft nur noch Client Traffic unterwegs.

Das sollte man nur tun, wenn man keine anderen FF Nodes in der Nähe hat mit denen man meshen könnte/die mit einem selbst meshen möchten.

Nächste Ausbaustufe wäre ein eigenes dediziertes VPN ins Ausland.

Anzahl Gerät Bemerkung Preis
1 TP-Link TL-WR1043N/ND v2 Wlan abgeschaltet. Nur Mesh-VPN eingeschaltet. Dient nur als VPN-Offloader und Freifunk-VPN Anbindung. ~45€
2-4 TP-Link TL-WR841N OpenWrt installiert, Wlan und gelbe Ports gebridged, SSID auf FF-SSID gestellt. Werden am Client Netz (gelbe Ports) des VPN-Offloaders betrieben.

Man kann hier auch andere Accesspoints benutzen mit original Firmware, solange der LAN Port mit dem WLAN gebridged ist.

X*<20€

Beispielkonfiguration:

  • Setup um Besuchern und Mitarbeiter-eigenen Endgeräten unkompliziert Internet zur Verfügung zu stellen
  • 2x100MBit Uplink zur FortiGate Firewall
  • Dediziertes VLAN für Freifunk WAN von der Firewall zum TP-Link TL-WR1043N/ND v2 mit Regeln auf der Firewall.
  • Dediziertes VLAN für Freifunk LAN vom TP-Link TL-WR1043N/ND v2 zur Firewall zurück und per Kabel zur Ubnt Picostation M2 auf der Dachterasse und zu den Buchsen in den Meetingräumen.
  • Über die Firewall, die auch der Wireless Controller ist, eine SSID muenchen.freifunk.net erstellt, die mit dem Freifunk LAN gebridged ist (Kanal 5 HT40-) und die FortiAP's beliefert.
  • Die Ubnt Picostation M2 mit OpenWrt installiert und dort auch eine SSID muenchen.freifunk.net erstellt (Kanal 9 HT40+).
  • Es findet sich aktuell kein Nachbar in der Nähe der mit uns meshen will, deswegen ist gerade auf dem Freifunk WLAN das mesh deaktiviert.
  • Die Picostation hatte so eine hohe Load aufgrund der regen Nutzung der Dachterasse, das wir dort auch wieder ein Standard OpenWrt installiert haben.

Weitere Tuningmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Um Airtime einzusparen muss man auf MeshOnAir verzichten und die Accesspoints per Kabel verbinden.
  • Um weiter Airtime einzusparen sollte man alle in Deutschland verfügbaren überlappungsfreien Kanäle verwenden. Im 5GHz überlappen sich die Kanäle grundsätzlich nicht, bei 2.4GHz sind überlappungsfrei Kanäle 1,5,9 und 13 (Quelle). Wenn man also mehrere über Kabel angebundende Accesspoints zu verteilen hat sollte man diesen wie oben genannt unterschiedliche Kanäle zuweisen.
  • Um weiter Airtime einzusparen muss man auf die Verwendung des 802.11b Protokolls verzichten (so alte Geräte die nur das sprechen sollten eh nicht mehr im Umlauf sein) - Die Freifunk-Software tut das aktuell, bei non-Freifunk-Geräten muss aber darauf geachtet werden!
  • Durch die Verwendung von 40MHz Bandbreite kann weiter Airtime eingespart werden (HT40 anstatt HT20). Die Dauer einer Datenübertragung verkürzt sich dadurch. Hierbei empfiehlt es sich bei 2.4GHz Kanal 5 mit "HT40-" (Kanal 5 ist der primäre Kanal, AP und Client können, wenn dieser frei ist, Kanal 1 zusätzlich nutzen - wenn sich bereits andere Geräte auf Kanal 1 befinden hat man zumindest Kanal 5) und Kanal 9 mit "HT40+" zu verwenden (Geräte die Kanal 13 nicht können(z.B.: Besucher mit US-Laptops) bleibt somit zumindest Kanal 9).