Freifunk München stellt Freifunk MEET für die Corona-Zeit vor - einen kostenlosen Video-Konferenzservice

- Angebot für Privatpersonen, Hilfskräfte, Medizin, Schule und Lehre, kleine Firmen und Handwerk - oder einfach Freunde und Familie -

(München, 23.03.2020)

Mit einer Gruppe von Freunden aus einem anderen Stadtviertel trotz Ausgangsbeschränkungen entspannt von Angesicht zu Angesicht plaudern? Schulklassen und Lerngruppen am Rechner zusammenbringen? Verwandte aus einer anderen Stadt sehen und Erinnerungen austauschen? Den Lieblingskollegen in Frankreich oder Italien anrufen und sich per Videokonferenz über das Leben in Zeiten von Corona unterhalten? Das geht! Und zwar einfach und kostenlos mit dem neu eingerichteten Video-Konferenzservice Freifunk MEET der Initiative „Freifunk München“.

Die ehrenamtlich Engagierten haben das erste Daheim-Wochenende genutzt, um ab sofort einen Service anzubieten, mit dem sich aktuell bis zu 10.000 Personen gleichzeitig per Videokonferenz unterhalten können – beispielsweise in 330 Gruppen zu 30 Menschen. Einfach meet.ffmuc.net in den Browser (am besten Chrome) eingeben, eine Gruppe gründen oder einer beitreten – und schon kann man mit Bild, Ton und Bildschirmfreigabe miteinander kommunizieren. Das kann ein Ersatz für einen Stammtisch sein, Helfern, Pflegern und Handwerkern die Abstimmung erleichtern oder Forschung und Lehre vernetzen. „Wir wollen, dass sich die Menschen weiter treffen können – sei es auch nur auf dem Bildschirm“, erläutert Freifunk-Koordinator Peter Buschkamp.

MEET setzt auf grenzüberschreitende Verständigung. Anleitungen sind in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Griechisch verfügbar. Portugiesisch, Türkisch und weitere Sprachen sind in Arbeit.

IT-Chefin des Freifunk Netzwerks und des neu entwickelten Service ist Annika Wickert. „Wir sind technisch sehr gut aufgestellt“, erklärt sie. Unterstützt wird das Projekt von Freifunk, Privatpersonen und Firmen wie Cloudflare, Esplendor Group, PlusServer GmbH und die Open Telekom Cloud der Deutschen Telekom AG. Auch Alibaba Cloud und level66.network UG gehören zu den Unterstützern. Neben Unternehmen unterstützen uns aber auch andere Freifunk-Gruppen wie Freifunk Franken, Freifunk Karlsruhe und Neanderfunk mit Ressourcen. „Wir suchen aber weiterhin Partner und Sponsoren. Freifunk MEET ist höchst modular und daher einfach ausbaubar“.

Der designierte SPD-Stadtrat Lars Mentrup lobt: „Die Freifunker helfen, dass sich Menschen und Gruppen digital treffen, die sich aktuell nicht zusammen finden können. Das ist digitales Ehrenamt in seiner besten Form!“

Kontakt:

Hintergrund Freifunk München (FFMUC)

FFMUC ist Teil der offenen deutschlandweiten Freifunk Gemeinschaft. Freifunk ist eine nichtkommerzielle Initiative für den Aufbau freier (Funk-)Netzwerke. Ziel von FFMUC ist der Aufbau und Betrieb eines freien und unabhängigen WLAN Netzes in München. Freifunk München hat ein Mandat durch Stadtratsbeschlüsse zum Aufbau von WLAN-Infrastruktur. Freifunk München hat 2015 diverse Flüchtlingszentren mit Wlan versorgt, u. a. das Ankunftszentrum im Euro-Industriepark. Freifunk geht zurück auf die Bürgernetze der 90er Jahre und das Umfeld des Chaos Computer Clubs. Mehr zu Freifunk auf unserer Seite „Was ist Freifunk?“, sowie der Webseite aller deutschen Freifunkgruppen.

Supporter:

Alibaba Cloud Cloudflare Inc. Esplendor Group level66.network UG PlusServer GmbH

Freifunk Franken Freifunk Karlsruhe e.V. Open Telekom Cloud

Updates:

  • 27.03.2020: Freifunk Karlsruhe und Open Telekom Cloud als Supporter ergänzt.
  • 28.03.2020: Alibaba Cloud und Level66.network sowie Freifunk Franken als Supporter ergänzt.
  • 03.04.2020: Kapazitätverbesserung von 3.000 auf 10.000 Personen ergänzt. Hinzugekommene Anleitungen in verschiedenen Sprachen ergänzt.
  • 29.05.2020: Neanderfunk als Supporter ergänzt.